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Die erste Hälfte des Release-Jahres 2012 hat bereits Album-Perlen unter anderem von John K Samson, Gary, The Shins und We Have Band hervorgebracht. Traditionell wird zur Festival-Saison ab Mitte Mai Musik lieber im Freien als auf Platte genossen. Zum baldigen Ende der Freiluft-Phase folgt demnächst eine Flut toller Alben, auf die wir uns freuen können. Alle in einem Post zu erwähnen, würde den Rahmen sprengen, deshalb stellen wir hier zunächst die Platten vor, die im Monat August unsere absolute Aufmerksamkeit bekommen und auch eure verdienen. Mit dabei: Nicolas Sturm, Get Well Soon, Bloc Party, Kilians, Zen Zebra, Chilly Gonzales, Kid Kopphausen, Propagandhi, The Heavy und The Hirsch Effekt.

Nicolas Sturm – “Nicolas Sturm” (17.08., Pias):
Vor zwei Jahren ging beim Leipziger Lokalradio mephisto 97.6 ein Raunen durch die Musik-Redaktion. Nicolas Sturms EP “Doppelleben” verzückte mit einer angenehmen Bariton-Stimme, detailverliebter Songwriter-Musik und Textzeilen wie “Ein Herz kann man opfern, Schmerz kann man ertränken, doch Erinnerungen brennen so schlecht” (“Ikarus”). Als Vorgeschmack auf sein Debüt-Album gibt es auf Sturms Homepage ein Video und einen Gratis-Download des Songs “Prolog”.

Get Well Soon – “The Scarlet Beasts O’seven Heads” (24.08., City Slang/Cooperative Music):
Das Ensemble um Konstatin Gropper hat in den vergangnen Monaten fleißig am dritten Album gefeilt. Das soll von italienischen Soundtracks inspiriert worden sein und wartet erneut mit apokalyptisch-sphärischen Orchesterklängen auf, die keine Zweifel am musikalischen Können Get Well Soons lassen. Die erste Single wird “Roland, I feel you” heißen. Einen anderen neuen Track namens “You cannot cast out the demons (you might as well dance)” kann man sich bereits gratis herunterladen.

Bloc Party – “Four” (24.08., Frenchkiss Records/Cooperative Music):
Tun sie es nochmal, oder nicht? Die Frage war berechtigt, nachdem in den vergangenen Jahren nicht nur Sänger Kele Okereke auf anderen musikalischen Pfaden unterwegs war und Gerüchte über böses Blut innerhalb der Band zirkulierten. Aus dem Nichts kündigten Bloc Party jedoch im Juni die Fertigstellung von Album Nummer vier an. Dynamischer Gesang, Streicher, und wieder mehr Gitarren – die reichlichen Appetithäppchen versprechen eine gute Mischung aus neu frisch und good old: zum Beispiel der Albumtrailer, die erste Single “Octopus” und ein weiterer Song namens “Day Four”.

Kilians – “Lines You Should Not Cross” (24.08., Grand Hotel van Cleef/Indigo):
Drei Jahre nach dem letzten Album holt ihr Entdecker und Ziehpapa Thees Uhlmann die Kilians endlich nach Hause: ihr neues Album erscheint pünktlich zum 10. Geburtstag des Labels beim Grand Hotel van Cleef. “Ein bisschen prollig aber geil” – diese Beschreibung von Produzent Simon Frontzek sowie die erste Single “Dirty Love” versprechen schlicht und einfach wieder klasse Indierock. Also: Kamm in die Arschtasche und dann ab auf die Tanzfläche!

Zen Zebra – “awaystation” (24.08., 45 records):
Bereits vor einem Jahr konnte man mit “Read me to sleep” einen Top-Vorgeschmack auf das erste Album der Leipziger Zen Zebra bekommen. Nach längerer Labelsuche erscheinen die elf von Kurt Ebelhäuser produzierten Songs nun schlussendlich auf dessen eigenem Label. Weitere Sneak Previews auf den melodiösen Immer-Nach-Vorne-Postcore mit dem Schuss Verzweiflung in der Stimme gibt es auf Zen Zebras Youtube-Kanal.

Chilly Gonzales – “Solo-Piano II” (27.08.):
Der Kanadier Chilly Gonzales liebt das Klavierspielen – so sehr, dass er mit 27 Stunden den Guiness-Buch-Rekord über das längste Konzert eines Solo-Künstlers hält und einst mit Helge Schneider um die Wette spielte. Mit “Solo-Piano II” erscheint der Nachfolger der 2004 veröffentlichten Klavierwerke des Popmusikers. Wer im Spätsommer Entspannung sucht, sollte sich Gonzales’ Piano-Klängen hingeben. Einen Vorgeschmack gibt es auf seiner Homepage.

Kid Kopphausen – “I” (28.08., Trocadero/Indigo):
Eine musikalsiche Liebelei zwischen Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch gab es bereits 2010 mit der Splitsingle “Die Aussicht/Knochen und Fleisch”. Nun verlässt ihr ausgewachsenes Kind, das sie ohne Schnickschnack Kid Kopphausen getauft haben, das behütete Zuhause und führt die zwei bärtigen Melancholiker und drei weitere Musiker zu einer handfesten Band zusammen. “I” ist ein Album zwischen verträumtem Americana und vorsichtigem Rock’n’Roll, zwischen betretener Aggression und trotzigem Schweigen. Reinhören kann man auf Kid Kopphausens Homepage.

Propagandhi – “Failed States” (31.08., Epitaph):
Immer noch wütend, immer noch anprangernd, immer noch Epitaph. Propagandhi zeigen, dass politischer Punk weiterhin wichtig ist, gut klingen kann und (leider) keinen Mangel an Themen zu beklagen hat. Auf ihrem sechsten Album “Failed States” beschäftigen sie sich unter anderem mit der allgegenwärtigen menschengemachten Unmenschlichkeit und zeigen dieses Jahr einmal mehr, weshalb sich Zurücklehnen keine Option ist – weder vor der Bühne im Moshpit noch im Kampf gegen die Widrigkeiten der Menschlichen Existenz. Den Titeltrack gibt hier zum Reinhören.

The Heavy – “The Glorious Dead” (31.08., Counter/Ninja Tune/Rough Trade):
Die Sonne brennt heiß, Staub wirbelt auf und der Schweiß fließt in Strömen – in diese Atmosphäre versetzt einen der Blues-Rock von The Heavy aus dem Südwesten Englands. Bereits auf dem 2009 erschienenen “The House that dirt built” hatten einige Lieder enormes Hitpotential. Der Vorab-Song zum neuen Album, “What makes a good man”, setzt noch einen drauf und verspricht einen grandiosen Nachfolger.

The Hirsch Effekt – “Holon:Anamnesis” (31.08., Midsummer Cargo):
So kryptisch wie der Albumtitel scheint einmal mehr die Musik von The Hirsch Effekt zu werden. Bereits auf dem Debüt “Holon:Hiberno” warfen die Hannoveraner alle bekannten Songstrukturen über den Haufen und mixten alles zwischen Indie-Rock und Progressive zu einem kraftvollen Gesamtwerk. Einen Eindruck vom zweiten Album bekommt ihr in der sechsteiligen Studiodoku der Band auf youtube.com.

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